Vom schmerzlichen Umgang mit Verlusten – Trauerbewältigung

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Gesundheitsprobleme – trauernder Menschen, weshalb deshalb Trauerbewältigung  (Prozess der Verarbeitung von Trauer) sinnvoll ist.

 

Trauer ist eine natürliche und notwendige Reaktion, um Verlusterlebnisse zu verarbeiten.
Schmerz und Trauer gehören ebenso selbstverständlich zum menschlichen Leben wie Freude und Glück.

 Jedoch haben wir uns schon in unserer Kindheit von vielen unangenehmen Gefühlen ab-geschnitten und das macht uns die Sache mit dem Trauern einfach schwierig. Daher sind viele Menschen nicht auf die Gefühle der Trauer vorbereitet, mit denen sie konfrontiert werden, wenn ein nahe stehender Mensch verstirbt.

Ein Chaos von Gefühlen trifft auf uns ein und wir fühlen uns total überfordert und sind den Gefühlen total ausgeliefert.

Und unterdrückte Gefühle sind die grössten Krankheitsverursacher !

Aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Studien ist gut belegt, dass Trauernde, insbesondere in den ersten beiden Jahren nach dem Verlaust eines nahen Angehörigen, unter verschiedenartigsten körperlichen, seelischen und sozialen Gesundheitsstörungen leiden.

Nicht zuletzt kann es als erwiesen gelten, dass die Sterblichkeitsrate bei Trauernden deutlich über der gleichaltrigen Bevölkerungsgruppe liegt. Am höchsten ist das Sterberisiko in den Wochen und Monaten, die dem Todesfall unmittelbar folgen. Witwer, insbesondere jüngere Männer, scheinen relativ stärker gefährdet zu sein als Frauen. Besonders häufig sind Todesfälle durch Herzerkrankungen, Suizide, Unfälle und Leberzirrhosen.

Das hohe Maß an Gesundheitsgefährdungen während der Trauer gilt erst recht für trauernde Eltern, deren Trauerreaktion aus naheliegenden Gründen als besonders gravierend gelten. (Eine Vergleichsuntersuchung zeigt, dass nach einem analogen Verlusterlebnis Mütter den schlechtesten Gesundheitszustand zeigen, gefolgt von den Vätern; Witwen und Witwer standen hiernach erst mit Abstand an Dritter Stelle) – Unter anderem werden folgende Gesundheitsstörungen in der Literatur genannt:

Anwachsen der Sterblichkeitsrate um beinahe 40% innerhalb der ersten 6 Monate (auffallend gerade die Zunahme der Todesfälle an Koronarthrombose und arteriosklerotischen und degenerativen Herzerkrankungen. Diese Gruppe lag in einer Studie um 67% über dem Erwartungswert). Dies füllt die Redensart vom „gebrochenen Herzen“ mit ganz realem Inhalt. Aus unseren Gruppen „Verwaister Eltern“ haben wir dies immer wieder an betroffenen Vätern leidvoll beobachten müssen. – In Israel wurde noch fünf Jahre nach dem Tod erwachsener Kinder ein sprunghafter Anstieg der Todesfälle Verwaister Eltern beobachtet.

Neben der erhöhten Sterberate fällt bei Hinterbliebenen auch die erhöhte Krankheitsrate auf: Klagen über Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Rheuma, Arthritis und Asthma werden in den zwei Jahren nach dem Tod des Angehörigen besonders registriert. Die Häufigkeit der Hausarztbesuche verdoppelt sich in den ersten sechs Monaten nach dem Verlusterlebnis.

Das Suizidrisiko wird in den folgenden Jahren nach Dem Tod von Angehörigen bei den Hinterbliebenen als fünffach erhöht angegeben. Analoges soll für andere psychische Beeinträchtigungen gelten: 13 Monate nach dem Tod eines nahestehenden Familienangehörigen klagen immer noch 50% der Überlebenden über Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit und innere Unruhe. Beobachtet wurde auch ein erhöhter Konsum von Alkohol, Tranquilizern, Schlafmitteln und Zigaretten.

Bedeutsam ist sicherlich auch die Tatsache, dass ca. 70% aller Ehen, in denen ein Kind verstorben ist, im Verlaufe von zwei Jahren danach getrennt ist. Dies liegt deutlich über der durchschnittlich zu erwarteten Scheidungsrate – und ist Ursache neuer, krankheitsträchtiger Verlustreaktionen.

Gute Sterbebegleitung und Trauerberatung kann diese Krankheiten deutlich vermindern.

Ich begleite Sie gerne sei es durch Ihre persönliche Trauerzeit, Ihrem Prozess zur Lebensfreude oder  zur Aufdeckung unterdrückter Gefühle.

Rufen Sie mich jetzt an: 07151/1693796 oder schreiben mir eine E-Mail an:anne_e.gruhn@web.de

Ich freue mich auf Ihren Anruf.

 

 

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